Aufzucht

Bloged in by admin Freitag Februar 6, 2009

Fortpflanzung:

Leopardgeckos erreichen mit 9 bis 12 Monaten die Geschlechtsreife. Die Paarungszeit beginnt meist kurz nach der Winterruhe. Die Eiablage erfolgt rund drei bis vier Wochen nach der Paarung. Das Gelege besteht meist aus zwei Eiern, kann aber auch nur eines sein und wird in weichen Bodengrund oder in der Wetbox (Feuchthöhle) abgelegt. Es kann bis zu zehn Gelegen in einem Jahr kommen. Die Inkubationszeit richtet sich stark nach der Temperatur. Unter kontrollierten Umständen schlüpfen die Jungtiere nach 40 bis 65 Tagen. Die Bruttemperatur wirkt sich auch auf das Geschlecht der Jungtiere aus. Bei unter 26 °C schlüpfen meist nur Weibchen und bei über 31,5 °C meist nur Männchen. In der Natur erfolgt der Schlupf meist nach 90 bis 100 Tagen. Die Jungtiere sind 80 bis 85 Millimeter groß und wiegen zwischen 2-3 Gramm. Sie sind bräunlich bis ockerfarben gefärbt und weisen eine weißliche Bänderung auf. Ab dem achten Lebensmonat stellt sich die adulte Ausfärbung ein.

Verpaarung:

Die Verpaarung verläuft sehr heftig und aggressiv ab. Der männliche Leopardgecko versucht durch das Beissen z.B. in den Nacken des Weibchens, dieses festzuhalten. Ist das Weibchen bereit zur Paarung läßt es das Männchen gewähren, wobei es seinen Schwanz unter dem des Weibchens schiebt und mit einem Hinterbein die Partnerin um das Becken umklammert. Bei der Kopulation (Begattung) schmiegt sich das Männchen seitlich an den Körper des Weibchens. Somit kommt es besser mit seinem Hemipenis in die Kloake des Weibchens. Nach erfolgreicher Kopulation puzt das Männchen seinen Hemipenis sehr gründlich.

Hat sich ein Weibchen einmal erfolgreich verpaart und ihre Eier abgelegt, muß es sich nicht zwangsläufig für ein neues Gelege, erneut mit einem Männchen verpaaren. Die Leopardgeckoweibchen können bis zu einem halben Jahr die Samen des Männchen speichern und somit selbständig weitere Eier befruchten.

Trächtigkeit des Weibchens:

Bis zur Eiablage des Weibchen dauert es nun 3 bis 4 Wochen. In dieser Zeit nimmt das Weibchen an Körperumfang zu. Es benötigt wärend der Trächtigkeit viel Nahrung, welche auch zur Verfügung gestellt werden muss. Eine ausgewogene Futterzusammenstellung und auch der Kalzium und Vitaminbedarf ist sehr wichtig. Vor allem der Kalzium bedarf sollte nicht außer Acht gelassen werden, da dieser für die Eischalenentwicklung sehr wichtig ist. Mit der Zeit kann man gut an der Bauchunterseite die Eier im Beckenbereich Links und Rechts als helle Stellen gut erkennen.In der Zeit der Trächtigkeit sollten keine Störungen weiter im Terrarium erfolgen. Das Weibchen sollte in Ruhe gelassen werden, da es jetzt jede Energie zum Austragen der Eier benötigt. Auch ein Umstellen der Dekoeinrichtung sollte unterlassen werden.

Dieses Bild zeigt ein trächtiges Weibchen.
Dieses Bild zeigt die erkennung eines Weibchens.
Merkmale: Kaum sichtbare Präanalporen (9-14) ohne Öffnung oder kaum ausgebildete Öffnung.Keine Hemipenistaschen am Ansatz der Schwanzwurzel.Deutlich erkennbare Zeichen ab adulten Alter von 9-12 Monaten,oder Gewicht von 30 - 50g
Dieses Bild zeigt die erkennung eines Männchens.
Merkmale: Ausgeprägte Präanalporen (9-14) sind kräftig zu sehen.Verdickt Hemipenistaschen am Ansatz der Schwanz-wurzel.Deutlich erkennbar ab adulten Alter 9-12 Monaten, oder Gewicht von 30 - 50g

 

Eiablage:

Am Verhalten des Weibchens kann man sehr gut erkennen, wann die Eiabgabe bevorsteht. Oft kann man das Weibchen dabei beobachten, wie es an verschiedenen Stellen im Terrarium gräbt oder immer wieder auf den Wetboxen geht.Das Weibchen wird zunehmend nervöser und unruhig.Dem Männchen gegenüber wird Sie meist sehr aggressiv und stellt auch oft die Nahrungsaufnahme ein.

Die Eiablage erfolgt rund drei bis vier Wochen nach der Paarung. Für die Eiablage sucht sich das Weibchen eine geeignete Stelle aus. Diese sollte einige merkmale erfüllen damit es zur erfolgreichen Ablage der Eier kommt kann.Dieser Ablageplatz im Terrarium sollte leicht feucht, grabbar (weicher Bodengrund) und sich möglichst in einem Temperaturbereich von 28°C bis 32°C befinden.Eine bereitgestellte Wetbox mit Einstiegsloch und 3/4 befüllt mit lockeren, leicht feuchtem Substrat (z.B. Moos oder Humus)  wird gern genommen.Von vorteil ist es mehrere stellen für die Eiablage vorzusehen.

Ein Gelege kann aus zwei Eiern bestehen. Manchmal kommt es (oft bei jungen und älteren Weibchen) auch vor, das nur ein Ei im Gelege ist. Ebenso kann es zu einem sogenannten “Wachsei” kommen. Dieses ist unbefruchtet, geelartig, etwas dunkler in der Farbe und wird meißt nicht vergraben wie die befruchteten Eier. In einem Jahr kann es bis zu zehn Gelege pro Weibchen kommen. In der Natur sind es nur 2-3 Gelege. Nach der Eiabgabe bewacht das Weibchen noch für einige Zeit ihr Gelege.

Folgende kleine Aufstellung soll Ihnen die Temperaturbereiche und Zeitigungsdauer etwas verdeutlichen:

Temperatur:Geschlechter - Schlupfquote:Zeitungsdauer:
Unter 25°CUnter 25°C sollte niemals Inkubiert werden.Zu Kühle Temperaturen bringen eine sehr hohe verlustrate mit sich,falls überhaupt etwas schlüpft.N/A
25°C - 27°CZu fast 100% schlüpfen weibliche Leopardgeckos.ca.70 - 90 Tage
27°C - 28°CEs schlüpfen 75% Weibchen & 25% Männchen.ca.50 - 60 Tage
28°C - 30°CHier ist ein Verhältnis von 50% pro Geschlecht anzunehmen.ca.40 - 50 Tage
30°C - 31°CEs schlüpfen 30% Weibchen & 70% Männchen.ca.35 - 45 Tage
31°C - 33°CZu fast 100% schlüpfen männliche Leopardgeckos.ca.35 - 40 Tage
Über 33,5°CHier wieder schlupf von weiblichen Leopardgeckos,allerdings ist bei dieser Temperatur genauso wie bei der 24°C die Verlustrate während der Brutzeit recht hoch.Es kann auch vorkommen das die weiblichen Leopardgeckos bei dieser Temperatur sehr aggressiv sind.N/A

Bild 1:) Schlupf

schlupf1

Bild 2:) Schlupf

schlupf2

Bild 3:) Schlupf

schlupf3

Die Inkubation der Leopardgeckoeier ist relativ einfach. Am einfachsten geht dieses mit einem im Handel erhältlichen Inkubator. Ich benutze den Inkubator von Exo Terra.Dazu nehme ich die Eier aus dem Eiablagebehälter im Terrarium und überführe sie vorsichtig in eine mit Vermiculit gefüllte Schale. Das Vermiculit sollte gut durchfeuchtet, aber keinesfalls nass sein. Mit dem Daumen einfach kleine Kuhlen eindrücken und dort die Eier platzieren. Achtung, beim Herausnehmen aus dem Eiablagebehälter, denn 24 Stunden nach Ablage durch das Weibchen dürfen die Eier nicht mehr gedreht werden und müssen genau so im Brutkasten platziert werden, wie sie vorgefunden wurden. Bei Leopardgeckos kann man das schlüpfende Geschlecht zu einem sehr hohen Prozentsatz durch die Inkubationstemperatur festlegen.

Bild:) Exo Terra Inkubator

inkubator1

Keinesfalls sollten die Eier mit Wasser in Berührung kommen, also immer schön das Vermiculite vorher drumherum befeuchten bevor Sie die Schale in den Inkubator überführen.Der Exo Terra hat unten eine Wasserschale in den ich das Wasser kippen kann. Ob die Luftfeuchte zu niedrig ist, sehen Sie einmal natürlich am Hygrometer, was im Inkubator nicht fehlen darf und an eventuellen Dellen in den Eiern. Solange Sie die Luftfeuchte dann wieder erhöhen ist das nicht sonderlich schlimm und die Dellen verschwinden wieder von selbst innerhalb der nächsten Stunden.

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