Anleitung Rückwandbau II

Bloged in Anleitung Rückwandbau II by admin Montag Februar 14, 2011

Leopardgeckos klettern für ihr Leben gern. Um dieser Vorliebe gerecht zu werden, ist es empfehlenswert, im Terrarium eine gut strukturierte Kletterrückwand einzusetzen. Diese muß man nicht unbedingt für teueres Geld in der Zoohandlung kaufen, mit etwas Zeit und etwas Kreativität kann man sie selbst gestalten, ohne viel Geld dafür ausgeben zu müssen.

Schritt 1:

Es werden glatte Styropor-Platten vermessen, zurechtgeschnitten und mit Silikon oder Flex Fliesenkleber in das Terrarium geklebt. Bei einem Glasterrarium nimmt man Silikon und für ein Holzterrarium kann man auch flexiblen Fliesenkleber verwenden.Diese dienen als Hintergrund, auf denen die unterschiedlichen Strukturelemente (Plateaus) befestigt werden.

Das Terrarium sollte dann einen Tag ruhen, damit das Silikon (bei einem Glasterrarium) trocknen und ausdünsten kann.Hat man ein Holzterrarium und sollte mit dem flexiblen Fliesenkleber gearbeitet haben muss dieser auch trocknen.

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Schritt 2:

Bereits während im Terrarium das Silikon oder der Fliesenkleber “durchtrocknet”, kann man beginnen, die Strukturelemente und Plateaus aus Styropor zuzuschneiden, z. B. mit einem Teppichmesser.

Bezüglich der Form dieser Elemente sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Wir verwenden jedoch hauptsächlich zwei Varianten.

Variante 1:
Wir haben hier zuerst mit verschiedenen stärken Styropor gearbeitet.Es wurden dann unterschiedliche Formen mit dem “Filzstift” aufgemalt und dann mit dem Teppichmesser ausgeschnitten.

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Variante 2:

Unabhängig von den Varianten müssen die Elemente sowie die Plateaus natürlich auf der Rückwand befestigt werden. Dies geschieht, indem man sie mit Zahnstochern feststeckt und gleichzeitig mit Styroporkleber,Fliesenkleber oder Silikon festklebt.Jetzt wo die Plateaus fest sitzen auf der Rückwand,kann man jetzt mit “Bauschaum“den Rest schön füllen und bearbeiten.Wir haben beim Rückwandbau II wie Ihr sehen könnt,diesmal keinen Bauschaum verwendet um grössere Flächen damit auszufüllen,sondern lediglich nur dort verwendet wo die Elektrik durchgeht,weil dieses sich nicht so gut mit dem Flexfliesenkleber ging,haben wir an diesen stellen mit Bauschaum gearbeitet.

Bild 1 Terrarium mit Bauschaum:

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Bild 2 Terrarium ohne Bauschaum:

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Schritt 3:

Nun wird in mehreren Schichten Fliesenkleber aufgetragen. Es ist wichtig, das der Fliesenkleber auf der kompletten Rückwand aufgetragen wird. Wenn etwas daneben geht, ist das nicht schlimm, der trockene Kleber läßt sich später problemlos sowohl von Glas als auch von Holz abkratzen.

Die letzte Schicht Fliesenkleber kann dabei ruhig etwas dickflüssiger sein und grob aufgetragen werden.Wir haben insgesamt 3 Schichten Fliesenkleber aufgetragen.Nach jeder Schicht sollte man das ganze ca.24 Std.trocknen lassen.

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Schritt 4:

Nun wird die ganze Rückwand in der Grundfarbe angemalt.Die Farbauswahl ist da wirklich jedem selbst überlassen.Wir haben Dispersionsfarbe “Terracotta” genommen,da es besser zu unserem Terrarium passt.Die komplette Rückwand haben wir dann mit der Grundfarbe insgesamt 2x bestrichen.Dieses dann auch wieder gut durch trocknen lassen.Wir haben hier ca. 12 Std. gewartet bevor wir dann die 2te Schicht Farbe aufgetragen haben.

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Schritt 5:

Der letzte Schritt ist nicht unbedingt notwendig: das lackieren (versiegeln).Wir lackieren (versiegeln) unsere Rückwand jedoch zum Abschluß, da sie sich dann besser reinigen lässt und um zu verhindern, daß später beim reinigen und/oder besprühen die Farbschichten beschädigt bzw. verwischt werden.Auch hier gibt es natürlich viele Unterschiede wie man am besten versiegeln kann.Wir haben uns lediglich für Epoxidharz entschieden.Zuerst sieht es ein wenig komisch glänzend aus,und wo sind schon glänzende Felsen in der Natur zu sehen? Tja…auch dafür gab es Abhilfe.Wir haben dann auf den noch nicht trockenen Epoxidharz Sand aufgetragen,und schon war vom Glanz nichts mehr zu sehen.Sicherlich wie angesprochen kann man mehrere Varianten nehmen um seine Rückwand zu versiegeln,andere arbeiten mit verschiedenen Lacksorten.Unsere Rückwand ist auf jedenfall jetzt wasserfest,wischfest,rissfest etc.versiegelt.Wir haben hier diesmal auf das Versiegeln verzichtet und stattdessen in unserer Dispersionsfarbe Sand mit hinein gemischt.Die Körnung ist 0,1 – 0,4 mm.Versiegeln ist zwar eine tolle Angelegenheit aber für ein Leopardgecko Terrarium unpassend,da es Nacht aktive Tiere sind,und sie auch keine scharfen Krallen wie z.b. eine Bartagame hat.Die Dispersionsfarbe ist sowieso Wisch-und Kratzfest.Und dafür das man die Pflanzen nur besprühen sollte,lohnt sich der ganze Aufwand nicht.Es sei denn man hat andere Tiere die scharfe Krallen haben dann sollte man seine Rückwand versiegeln.Aus fehlern lernt man ja gott sei Dank immer wieder dazu.Da ich auch immer wieder im Internet nachgelesen habe beim Rückwandbau man sollte versiegeln etc. habe ich dies natürlich auch getan beim ersten Terrarium.Tja….nun ist man ein wenig schlauer geworden und Baut sich die Rückwand so,wie es für das Tier geeignet ist.Wenn Ihr jetzt den Fliesenkleber aufgetragen habt das ganze jetzt am besten 2-3 Werktage trocknen lassen,bevor man anfängt die Einrichtung zu gestalten.Wir wünschen Euch viel Spass beim selberbauen Eurer Terrariumrückwand und hoffen das auch unsere kleine Bauanleitung Euch ein wenig geholfen hat.

Benötigte Materialien:

Styroporplatten,(verschiedene stärken)
und zwar für den Hintergrund und zum Auseinanderschneiden für die Strukturlemente
Flexfliesenkleber und Silikon
(unterscheiden sich z. B. bei der zum Trocknen benötigten Zeit; wir verwenden Flexfliesenkleber)
Abtönfarbe oder Dispersionsfarbe
Farbton nach Wahl, kann für den gewünschten Farbton auch gemischt werden
Teppichmesser
Pinsel
Zahnstocher
Bauschaum
Sand
(zum bestreuen auf der Rückwand,oder direkt hinein im Farbeimer)

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